|
Bisherige Methoden
Die Ophthalmodynamometrie ist eine relativ alte Untersuchungsmethode. Bereits 1917 hat Bailliart (1) den Augeninnendruck mit einem Federstempel erhöht und dabei die Papille durch ein Ophthalmoskop beobachtet. Am weitesten war die Ophthalmodynamometrie in den 60'er und 70'er Jahren verbreitet. Die Aussagekraft der Methode war jedoch eingeschränkt durch die Leistungsgrenzen der ihr zugrunde liegenden Technik und es gab Probleme bei der Impression des Bulbus oder beim Beobachten des Sehnervenkopfes. Bei den Ophthalmodynamometern von Sisler (2) und Yablonsky (3) war der Funduseinblick bereits verbessert. In beiden Fällen kamen Kontaktgläser zur Anwendung, die über Haltevorrichtungen und Hebelarme mit einer Kraftmesseinrichtung verbunden waren. Das 1972 von Sisler vorgestellte Gerät, das er selbst als "Optisches Ophthalmodynamometer" bezeichnete, wies eine Kraftmesseinrichtung auf, die wie beim Goldmann Applanationstonometer fest mit der Spaltlampe verbunden war. Yablonsky stellte 1976 ein Gerät vor, bei dem erstmals ein handelsübliches Kontaktglas zur Anwendung kam. Hierbei hielt der Untersucher jedoch nicht das Kontaktglas selbst, sondern die Kraftmessvorrichtung in der Hand.
(1) Bailliart, P.: Ann. Ocul. 154, 648-666 (1917)
(2) Sisler, H.A.: optical corneal pressure ophthalmodynamometer. Am. J. Ophthalmol. 74:987, 1972
(3) Yablonski, M.: A new fundus lens ophthalmodynamometer. Am J Ophthalmol 1978; 86: 644-47
|