Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip ist das gleiche wie beim Baillart'schen Gerät bzw. beim Federstempel-Dynamometer nach Müller: Da einerseits die Steigerung des Augeninnendrucks induziert wird von einer Kraft, die man auf das Auge ausübt und diese Kraft andererseits gemäß dem 3. Newton`schen Axiom eine gleich große Gegenkraft erzeugt, kann man aus der Kraft rückschließen auf die Erhöhung des Augeninnendrucks. Theoretisch ist die Relation zwischen Kraft und Augeninnendrucksteigerung nicht exakt linear, weil in einem gewissen Ausmaß auch eine Abhängigkeit von der Rigidität der Bulbushüllen und von der Zeitdauer der Krafteinwirkung gegeben ist. Gegenüber der direkten Druckmessung erweist sich die Methode der alleinigen Kraftmessung jedoch als einfacher und praktikabler wobei - was den Stand der Technik betrifft - der Gedanke, das Kontaktglas selbst dazu zu benutzen, den Augeninnendruck zu erhöhen und zugleich daran die Kraft zu messen einerseits nahe liegend, andererseits neu ist. Beim Kontaktglas handelt es sich um ein handelsübliches Goldmann-Dreispiegelglas, an dessen Rückseite sich die Messeinrichtung befindet. Sie enthält mehrere Präzisionssensoren, die die zur Drucksteigerung erforderliche und mit dem Kontaktglas ausgeübte Kraft erfassen. Die aus der Größe der Kraft berechnete Steigerung des Augeninnendrucks wird auf einem LCD-Display abgelesen.

Das hier vorgestellte Verfahren der Dynamometrie macht sich die hervorragenden optischen Eigenschaften des Goldmann-Kontaktglases zu Nutze. Es erfordert nur einen geringen personellen, apparativen oder zeitlichen Aufwand.

Stand: 18.09.2007