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Untersuchungsablauf
Der Patient sitzt 50 cm vor dem Schirm, so dass sich deren Mittelpunkt in seiner Hauptblickrichtung, der primären Blickposition befindet. Er trägt eine Rot-Grün-Brille, bei der sich das grüne Glas vor dem linken Auge befindet. Zur Prüfung der Muskelfunktionen des linken Auges lässt der Untersucher nacheinander mit einem roten Laserlicht die Fixierpunkte in den Hauptblickrichtungen aufleuchten. Der Patient sieht dabei mit dem rechten Auge durch das rote Brillenglas die roten Fixierpunkte. Er wird nun aufgefordert, den Lichtpunkt des grünen Laserpointers, den er selbst mit der Schreibhand führt, auf den roten Fixierpunkt zu lenken. Bei Wechsel des Fixationspunktes ändert der Patient die Blickrichtung und versucht erneut den Fixierpunkt zu treffen. Der Untersucher zeichnet in seinem Untersuchungsschema jeweils die Lage der grünen Punkte ein. Nachdem alle Positionen in den 9 Hauptblickrichtungen im 15°-Feld graphisch dokumentiert sind, werden in gleicher Weise die Muskelfunktionen des rechten Auges geprüft. Hierzu sind lediglich die Laserpointer zu tauschen. Der Untersucher zeichnet nun die Positionen des roten Lichtpunktes in das Schema ein.
Kleine Schielwinkelabweichungen sind besser zu erkennen, wenn neben dem zentralen Messraster im 15°-Abstand zur Hauptblickrichtung auch die im 30°-Abstand liegenden Blickrichtungen geprüft werden. Nur bei größeren Schielwinkeln ist die Prüfung im 15°-Bereich ausreichend. Eine Messung von Zyklodeviationen ist mit dieser Methode nicht möglich.
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